Sparen! Gratis Vergleich von Versicherungen.


Die Anti-Pilz-Diät

Dr. med. Dipl. oec. troph.
Uwe Siedentopp,
Arzt und Ernährungswissenschaftler

Eine Anti-Pilz-Behandlung sollte immer auf zwei Säulen stehen: den Medikamenten und einer speziellen Ernährung, die Professor Rieth "Anti-Pilz-Diät" taufte. Ohne eine solche begleitende Ernährungstherapie können auch die besten Medikamente gegen Pilze wenig ausrichten. In erster Linie muß eine solche Ernährung den krankmachenden Hefen ihre hauptsächliche Nahrung entziehen: den Zucker. Damit ist nicht nur der gewöhnliche Haushaltszucker gemeint, sondern auch alle alternativen Süßen wie Honig, Rübensirup, Dicksäfte oder Rohrzucker.

Genauso fällt der "Diabetikerzucker" Fruktose darunter - das bedingt somit den Verzicht auf Obst und Obstsäfte in der ersten, strengen Phase einer solchen Anti-Pilz-Diät. Manchmal wird die Meinung vertreten, daß saure Obstsorten wie Grapefruit oder saure Äpfel erlaubt seien. Diese Empfehlung läßt sich so nicht halten, denn diese Obstsorten mögen zwar wegen ihres hohen Säuregehaltes nicht süß schmecken, in ihnen steckt aber dennoch Fruchtzucker.

Die einzige Ausnahme vom Zuckerverbot bildet der Milchzucker. Hefen können diese "Laktose" nicht verstoffwechseln, erwünschten Darmbewohnern wie etwa Laktobazillen dagegen bietet er eine gute Nahrungsquelle. So verschafft Milchzucker bei gleichzeitiger Medikamenteneinnahme diesen natürlichen Gegenspielern der Hefen einen Wachstumsvorteil. Eine Ausnahme bilden hier Patienten mit Laktose-Unverträglichkeit.

Vielen Pilzpatienten macht der nötige Zuckerverzicht Angst. Das liegt daran, daß viele von ihnen an Heißhungerattacken auf Süßes und Unterzuckerungs- Zuständen leiden. Dieser Süßhunger wird allerdings nachlassen.

Hefen können auch komplexere Kohlenhydrate wie etwa Stärke zu Zucker abbauen. Es wäre jedoch falsch, deshalb ganz auf komplexe Kohlenhydrate wie etwa aus Vollkorngetreide, Hülsenfrüchten oder Kartoffeln zu verzichten. Denn sie enthalten viele Ballaststoffe, die im Rahmen einer Anti-Pilz-Diät unverzichtbar sind. Ballaststoffe reinigen die Darmschleimhaut mechanisch: durch den Abrieb gelangen mehr Pilzzellen in den Stuhl und so aus dem Körper.

Diese beschleunigte Darmpassage erleichtert auch die ersten Therapietage. Denn so gelangen Stoffwechselprodukte der absterbenden Pilze nach draußen, die sonst bei massivem Befall die manchmal sehr heftige Begleitreaktionen wie beispielsweise Fieber auslösen können.

Außerdem dehnen gequollene Ballaststoffe den Darm und sorgen dafür, daß die Anti-Pilz-Medikamente die Darmschleimhaut optimal erreichen können. Auch kleinere Ausstülpungen an der Darmwand können so nicht mehr als Schlupfloch für Pilze dienen. Ballaststoffe beugen aber auch eventuellen Rückfällen und Neuinfektionen vor, da sie das Wachstum der erwünschten Darmbakterien anregen.

Ob ein kohlenhydrathaltiges Nahrungsmittel im Rahmen einer Anti-Pilz-Diät erlaubt ist, liegt also vor allem an seinem Ballaststoffgehalt. Wenn in einem Lebensmittel neben Kohlenhydraten auch genügend Ballaststoffe stecken, haben Hefen allein schon wegen der schnelleren Darmpassage nicht genügend Zeit, die Kohlenhydrate zu spalten und zu verstoffwechseln. Unerwünscht sind alle Nahrungsmittel, die isolierte Stärke enthalten.

Dazu zählen alle Weißmehlprodukte wie polierter Reis, Nudeln oder Weißbrot. Ungünstig sind aber auch Produkte, in denen, gemessen an ihrem Kohlenhydratgehalt, zu wenig

Ballaststoffe stecken. Bei dieser Bewertung bereitet die rollende Gesundheitswelle oft Schwierigkeiten. Denn nicht immer bedeutet "Vollkorn" wirklich nur volles Korn. So enthalten Vollkornnudeln und -brötchen oftmals mehr Weißmehl als Vollkornmehl. Anders ließen sich die gewünschten Produkteigenschaften wie etwa ein lockerer Teig nicht immer erzielen. Zu allem Überfluß werden solche Produkte nicht selten mit dem Zucker Maltose braun gefärbt, um so richtig "vollkornig" auszusehen.

Problematisch ist oft auch Vollkornreis: zwar steckt er noch in seiner Getreidehülle, diese aber platzt beim Kochen auf und ermöglicht den Hefen den Zugang zu der sehr leicht spaltbaren Reisstärke. Komplexe Kohlenhydrate haben nicht zuletzt deshalb einen wichtigen Platz in der Anti-Pilz-Diät, weil sie wahre Sattmacher sind - ein Problem für viele Pilzpatienten, die häufig zu Therapiebeginn über ständigen Hunger klagen.

Aus Amerika stammen Ernährungsempfehlungen, im Rahmen einer Anti-Pilz-Diät zugunsten von Fett und Eiweißen ganz auf Kohlenhydrate zu verzichten. Eine solche Ernährung führt zwangsläufig zu Nährstoffmängeln und ist aus ernährungsmedizinischen Gründen strikt abzulehnen.

Eine Anti-Pilz-Diät kann Wochen und sogar Monate dauern. Eine so lange einseitige Ernährung wäre dann umso fataler, als das Immunsystem und die Versorgung des Betroffenen mit wichtigen Nährstoffen durch den Pilzbefall ohnehin beeinträchtigt sind. Pilzinfizierten fehlt beispielsweise häufig Zink, Magnesium, Kalzium und Eisen.

Manchmal ist im Rahmen einer Anti-Pilz-Diät die vorübergehende Ergänzung bestimmter Nährstoffe wie etwa Zink sinnvoll. Wer derartige Nährstoffpräparate einnimmt, sollte dies immer in einem zeitlichen Abstand zur Einnahme der Anti-Pilz-Medikamente wie Nystatin tun. Diese Wirkstoffe sind säureempfindlich, Vorsicht ist also unter anderem mit Vitamin C geboten.

Eine Nährstoffergänzung ist vor allem bei Pilzpatienten in Erwägung zu ziehen, die wegen Allergien oder Nahrungsmittelunverträglichkeiten auf verschiedene Lebensmittel verzichten müssen. Die Praxis zeigt, daß derartige Nahrungsmittelunverträglichkeiten bei Pilzpatienten relativ häufig vorkommen. Pilze können die Darmschleimhaut besiedeln und sie durchlässig für Nahrungsmittelallergene machen, die bei normaler Darmflora diese Barriere nicht passieren würden.

Auch krankmachende Hefen selbst können das Immunsystem irritieren. Sie sind mit der Bäcker- und Brauerhefe so eng verwandt, daß das Immunsystem gelegentlich auch auf solche Nutzhefen reagiert. Bei entsprechenden Überempfindlichkeiten gilt die Empfehlung, möglichst alle Hefeprodukte für eine Zeit vom Speisezettel zu streichen. Dazu gehören nicht nur hefegebackenes Brot, Wein und Bier, sondern auch hefehaltige Brühen, Pasten und Brotaufstriche.

Eine ausgeklügelte Ernährung ist bei Pilzbefall unerläßlich - ohne Medikamente geht es dennoch nicht. Pilze lassen sich nicht aushungern. Bei extremen Nährstoffmangel können sie auch Eiweiße verstoffwechseln. Außerdem beginnen sie, bei Nährstoffmangel die Darmschleimhaut zu durchdringen und die tiefergelegenen Blutgefäße nach gelöstem Zucker anzuzapfen. Damit kann sie eine alleinige Anti-Pilz-Diät in die Tiefe treiben. Dann sind sie unerreichbar für Anti-Pilz-Medikamente, die nur im Darm wirken und deshalb sehr schonend sind.

Dr. med. Dipl. oec. troph.
Uwe Siedentopp
Ahnatalstraße 5,
34128 Kassel

Zurück zum Seitenanfang


Sparen! Gratis Vergleich von Versicherungen.


[Anti-Pilz-Diät] [Betroffenenberichte] [DCH] [Fachbücher] [Forum] [Häufige Fragen] [Hintergrund] [Lebensmittel] [Wichtige Hinweise]


KEYWORDS für diese Website:

Hautpilz erfolgreich behandeln, Nagelpilz, Deutschsprachige Mykologische Gesellschaft, Professor Siegfried Nolting, Deutsche Candida Hilfe, DCH, Kuba-Orangen, Süßigkeiten, Bronchitis, Bauchschmerzen, Antibiotika, Blähbauch, Übergewichtig, Schwimmen, Schwimmwettkämpfen, Infektanfälligkeit, chronischen Bronchitis, Nasennebenhöhlenentzündungen, Durchfall, Fieber, Heißhunger nach Süßem, Traubenzucker, Nußnougatcreme, Diabetes, Atembeschwerden, Aminophyllin-Tabletten, Asthma-Anfall, Theophyllin, kortisonhaltiges Spray, Asthmaanfälle, Kortisontabletten, Gelenke, Asthma, Blasenentzündungen, psychisch, Heißhungerattacken, Pilze, Anti-Pilz-Diät, Gelenkschmerzen, Hypochonderin, schwanger, Stuhlprobe, Pilze im Darm, Nystatin, Pilze im Körper- Krank ohne Grund, Anti-Pilz-Behandlung, Hustenattacken, Asthmaanfällen, Heißhunger auf Süßes, Candida albicans, Candida parapsilosis, Candida glabrata, Vitaminpillen, Zucker, Pilzinfektion, Durchfällen, Pilze hat doch jede, Breitbandantibiotikum, Salmonellenvergiftung, Wasserverlust, Fachlabor, Stuhlröhrchen-Set, Darmspiegelung, Candida albicans-Infektion, Darmfloraaufbau, Bakterienpräparate, Urin, Weißmehl, Süßes, Pilztherapie, Hormontabletten, Blähungen, Herzdrücken, Nagelpilz, Professor Hans Rieth, Unwissenheit der Ärzte, Mykologen, “Zeitung für Umweltmedizin, Mykologie, Pilzinfektionen, pathogener Hefen, Candida-Arten, Candida tropicalis, Candida krusei, Hefezellen, Candida-albicans-Infektion, Kultur, Dickdarmflora, Zottenzwischenräumen, Dünndarmes, Zottenkanal, Venensystem, Dünndarm, Anus, Niere, Zahnersatz, Hefeinfektionen, Mundhöhle, Prothese, Gaumen, Magensaft, Antikörpertiter, Therapie, Pilznahrung, Fruchtzucker, Hefen, komplexe Kohlenhydrate, Kohlenhydrate, Brotkonsum, Zwerchfellhochstand, Diät, Aushungern, Pathogene Hefen, Itrakonazol, Fluconazol, Amphotericin B, Natamycin, intestinale Candidosen, Ohrenschmerzen, Operationssaal, Mittelohrentzündung, Mandelentzündungen, Angina, Halsschmerzen, Vanille-Eis, furzen, Ohroperation, Ohrenentzündungen, Mandeln, ruiniertes Gebiß, Zahnarzt, zwanghaften Süßhunger, Eßverhalten, Konzentrationsloch, Hungerattacken, bleierne Müdigkeit, Müdigkeit, Liebesleben, Vaginalpilze, Zeitkrankheit, Blockschokolade, Heißhunger, Ernährung, Atkins“-Diät , Nystatintherapie, Darmpilze, übelriechenden Blähungen, Pilzinfektion des Darmes, Multiple Sklerose, Furzerei, weiche, durchfallartige Stuhlgang, Doxycyclin, Amoxicillin, Diabetiker, Unterzuckerungs-Schock, Nystatin-Tabletten, Pilzbefall, Bronchitis-Attacken, Mißempfindungen an Händen und Füßen, Gesichtsfeld, bogenförmige Gesichtsfeldausfälle, grünen Star, Augenerkrankung, multiple Sklerose (MS, Störungen des Sehnervens, MS-Patienten, Reflexausfälle, Lähmungen, Grippe, T3- und T4-Abwehrzellen, HIV-Test negativ, AIDS-Patienten, angeborenen Immundefekt, Sehstörungen, Entmarkungsherde, Polyneuritis, Immunglobuline, Zellzahl, Rückenmarkspunktion, Kortison, neurologischen Störungen an Händen und Füßen , krankgeschrieben, Pilznachweis, Ballaststoffen, natürliche Darmflora, Mißempfindungen, Pilzinfektionen des Verdauungstraktes, Schmarotzer, Balanitis, Pilzinfektion der Eichel,, Urologe, Immunsystem, Hypochonder, Spinner, Süßkram, Durchfälle, Darmausgang, Gewaltmärsche, Bundeswehr, Juckreiz, Kratzen, Brennen nach dem Stuhlgang, Würmer, Jucken am After, Stuhluntersuchung, Hautekzem, unsauber, Hautarzt, Kortisonsalbe, Hautausschläge, Hautausschlag, Schuppenflechte, Psychosomatik, Wattetage, Hexenringe, Abwehrgeschwächten, Anti-Pilz-Creme, Pilzabstrich, Petrischale, Herzinfarkt, Blutfette, Herzerkrankung, Fettspiegel, Nahrungscholesterin, Askese, Entzündung der Regenbogenhaut, Uveitis, rheumatischen Erkrankungen, Regenbogenhaut, Pilz-Antikörpern, Schlappheit, Spannkraft, Kurzatmigkeit, Druck auf der Brust , Professor Rieth, Cholesterinspiegel, Regenbogenhautentzündung, Gelenkentzündungen, Mykosen des Verdauungstraktes, Hautpilz erfolgreich behandeln, Pilze im Körper, Pilzinfektionen des Oro-Gastro-Intestinaltraktes, Kortisongaben, Asthmabehandlung, Mundsoor, Perlechè, Asthmatiker, Süßigkeitenkonsum, Darmentleerungen, Breitspektrumantibiotika, Candida albicans im Darm, Risiko für eine Pilzinfektion, Pilznest, neurologischen Symptom, multiplen Sklerose, parainfektiöse Enzephalomyeliti, Lungenbeschwerden, Candida-Infektionen des Verdauungstraktes, chronische Infektionen triggern , krankmachende Hefe, körpereigenen Freßzellen Candida albicans, Pilzfäden, Canditoxin, T-Lymphozyten, weiße Blutkörperchen, Sproßpilze, Gliazellen, Ödeme, Behandlung der Blähunge, obere Verdauungstrakt mit Nystatin-Tropfen, Pilzansammlungen, Zucker vergären, Serologie, psychiatrische Dimension, Immundefekt, Konversionsneurose, Wechseln zwischen Verstopfung und Durchfall, Analekzem, Kortisonsalben, Ekzems, Pityrosporum ovale, Hefepilz, seborrhoischen Ekzems, Tinea corporis, Pilzinfizierter, Candidid, Chronische Müdigkeit, chronische Pilzinfektion, unregelmäßiger Herzschlag, Druckgefühl in der Brust, Roemheld-Syndroms, Gasproduktion der Hefen, Zwerchfell, Herzrhythmusstörungen, Herzschmerzen, Rheumakliniken, psychischen Störung, Mykotoxinen, Pilzgiften, Erforschung von Pilzkrankheiten, Diabetes mellitus, Zuckerkrankheit, Insulin, Kariesentstehung, Zuckerkonsum, Chronischen Müdigkeitssyndrom, Dauerstreß, Vaginalmykosen, Konzentrationsschwäche, Leistungsschwäche, psychosomatischen Problemen, Uwe Siedentopp, Anti-Pilz-Diä, Ernährungstherapie, Haushaltszucker, Diabetikerzucker, Fruktose, Zuckerverbot, Laktose-Unverträglichkeit., Zuckerverzicht, Angst, Nährstoffergänzung, Allergien, Nahrungsmittelunverträglichkeiten, Nystatin resistent, homöopathischen Mitteln, Süßstoffe, Streusüße, Vitaminmangelerscheinungen, Nystatinresistenzen, nystatin-resistente Candida-Art, Herxheimer-Reaktion, Krokonazol, Nebenwirkungen, Aspartam, Cyclamat, Saccharin, Acesulfam, Sorbit, Xylit, Nystatinbehandlung, Dermatophyten, Schimmelpilze, Candida robusta, Polyen-Antimykotika